

































Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Wägezelle und einem Kraftaufnehmer?
Technisch ist es dasselbe Bauteil: ein Federkörper mit aufgeklebten Dehnungsmessstreifen, die sich bei Belastung verformen und die Brückenspannung verstimmen. Der Unterschied liegt in Kennzeichnung und Kalibrierung. Eine Wägezelle ist in Masseeinheiten kalibriert (kg, t) und für das Wiegen gedacht, ein Kraftaufnehmer in Krafteinheiten (N, kN) und für die Kraftmessung an Prüfständen, Pressen oder Maschinen. Wer eine Kraft messen will, sollte einen Kraftaufnehmer nehmen – sonst läuft die Erdbeschleunigung als Umrechnungsfehler mit.
Wie viele Wägezellen brauche ich für einen Behälter oder ein Silo?
Runde Behälter stehen üblicherweise auf drei Wägezellen, rechteckige auf vier. Drei Auflagepunkte sind statisch bestimmt und brauchen keinen Ausgleich, vier verteilen die Last bei großer Grundfläche besser, verlangen aber eine gleichmäßige Auflage. Die Nennlast je Zelle ergibt sich aus Leergewicht plus maximalem Füllgewicht geteilt durch die Anzahl der Auflagen, plus Reserve für Rührwerke, Anbauteile und einseitige Befüllung. Für die Montage gibt es fertige Wägemodule, die Pendelbewegung und Abhebesicherung übernehmen.
Welche Nennlast soll ich wählen?
Die Nennlast soll über der größten erwarteten Last liegen, aber nicht beliebig weit darüber: eine zu große Zelle nutzt nur einen Teil ihres Messbereichs, und die absolute Abweichung wächst mit. Als Faustregel plant man die Maximallast bei 70 bis 80 Prozent der Nennlast und rechnet Eigengewichte, dynamische Stöße und einseitige Belastung dazu. Wichtig ist zusätzlich die Grenzlast im Datenblatt – bis dorthin verträgt die Zelle Überlast, ohne dauerhaft Schaden zu nehmen.
Baut octogon auch Kraftaufnehmer nach Zeichnung?
Ja. Wenn keine Standardbauform in den Einbauraum passt, fertigt octogon kundenspezifische Kraftaufnehmer und Wägezellen – von der Auslegung des Federkörpers über die CNC-Bearbeitung bis zur Applikation der Dehnungsmessstreifen und zur Kalibrierung. Auch der umgekehrte Weg ist möglich: ist gar kein Platz für einen Sensor, werden Dehnungsmessstreifen direkt auf ein vorhandenes Maschinenteil appliziert und dieses Teil wird zum Messelement.