Wägeindikatoren im Gehäuse
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Wägeindikatoren im Gehäuse bringen ihren Schutz selbst mit und brauchen keinen Schaltschrank. Kunststoffgehäuse mit Kabelverschraubungen und Schutzart bis IP67, montierbar an Wand, Säule oder Tisch. Die Lösung für Nassbereiche, staubige Umgebungen und für die Nachrüstung an bestehenden Waagen.
Wann Wägeindikatoren im Gehäuse die richtige Wahl sind
Ein Gerät im Gehäuse ist überall sinnvoll, wo kein Schaltschrank in der Nähe steht oder die Umgebung ein Fronteinbaugerät überfordert. Typisch: die Bodenwaage in der Halle, der Wägeplatz im Versand, die Abfüllstation in der Lebensmittelproduktion, der Stallbereich in der Landwirtschaft, die nachgerüstete Waage in einer Werkstatt.
Der Vorteil gegenüber dem Fronteinbau ist die Eigenständigkeit. Sie brauchen kein Bedienpult und keinen Ausschnitt, sondern nur eine Wand oder eine Säule und die Kabelwege. Grundsätzliches zu Anzeige, Zertifizierung und Dosierfunktionen steht in der Übersicht der Wägeindikatoren.
Die Schutzart erreicht man erst bei der Montage
IP68 bzw. IP69k ist eine Eigenschaft des Gehäuses im geschlossenen, korrekt montierten Zustand, nicht des Geräts im Karton. In der Praxis entstehen die meisten Wassereintritte an vier Stellen.
Die Kabelverschraubungen müssen zum Kabeldurchmesser passen. Ein zu dünnes Kabel in einer zu großen Verschraubung dichtet nicht, auch wenn die Mutter festsitzt. Nicht benutzte Öffnungen gehören mit Blindstopfen verschlossen, nicht mit Klebeband.
Die Kabelführung sollte von unten oder seitlich mit einer Schlaufe unterhalb des Gehäuses erfolgen. Ein von oben straff eingeführtes Kabel leitet Wasser direkt in die Verschraubung.
Die Deckeldichtung muss sauber und unbeschädigt sein, und alle Schrauben gleichmäßig angezogen. Nach jedem Öffnen zur Parametrierung lohnt der kurze Blick auf die Dichtung.
Kondensat entsteht trotz dichtem Gehäuse, wenn das Gerät Temperaturwechsel mitmacht, etwa im Kühlbereich oder im Außenbereich mit Nachtabkühlung. Feuchte Luft, die beim Öffnen eingeschlossen wurde, schlägt sich innen nieder. Montieren Sie deshalb nicht in Zugluft oder direkt neben Toren, und schließen Sie das Gehäuse möglichst bei trockener, warmer Umgebung.
Kabeleinführungen vorher zählen
Sechs Verschraubungen klingen großzügig, sind aber schnell belegt. Rechnen Sie durch, was tatsächlich hinein muss: Wägezellenkabel, Spannungsversorgung, Relaisleitungen zu Ventilen oder Rüttler, Busleitung zur Steuerung, gegebenenfalls Drucker oder externe Taster. Bei mehreren Zellen ohne Summierbox vervielfacht sich der Bedarf.
Planen Sie den Wägezelleneingang getrennt von Leistungs- und Relaisleitungen, idealerweise auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite. Frequenzumrichter und schaltende Lasten im gleichen Kabelbündel sind eine häufige Ursache für unruhige Anzeigen.
Reinigung und Material
Kunststoffgehäuse aus Polycarbonat und ABS sind mechanisch robust und für den Industriealltag ausgelegt, reagieren aber auf bestimmte Reinigungsmittel. Lösungsmittelhaltige und stark alkoholische Reiniger können Spannungsrisse verursachen, die zunächst nur als feine Trübung sichtbar sind und später die Dichtheit kosten. Verwenden Sie milde, für Kunststoff freigegebene Mittel und verzichten Sie auf Hochdruckstrahl direkt auf Dichtung und Verschraubungen.
Prüfen Sie bei Aufstellung im Freien zusätzlich die UV-Belastung und schützen Sie das Gerät vor direkter Sonne, weil sich das Gehäuse aufheizt und die Anzeige schlechter lesbar wird.
Montage und Bedienhöhe
Achten Sie beim Bohrbild auf die angegebenen Lochabstände und montieren Sie das Gerät in Bedienhöhe, etwa 1,4 bis 1,6 m, mit dem Display leicht zum Bediener geneigt oder in Blickrichtung. Eine Folientastatur lässt sich auch mit Handschuhen bedienen, was in Kühl- und Nassbereichen der entscheidende Punkt ist.
Steht der Bediener weiter weg oder auf einem Stapler, ergänzen Sie eine Großanzeige, statt einen größeren Indikator zu suchen.
Passende Komponenten
Die Sensoren finden Sie bei den Wägezellen und Kraftaufnehmern, passende Unterbauten bei den Wägeplattformen, komplette Systeme bei den fertigen Waagen. Geht es nur um die Übergabe an eine Steuerung ohne Bedienung vor Ort, ist ein Wägetransmitter günstiger.
Preis, Datenblatt und CAD-Modell stehen bei jedem Artikel online. Bei Auswahl von Gehäuse, Schutzart und Kabelplanung beraten unsere Ingenieure Sie direkt.







