IO-Link
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IO-Link ist der offene Standard für die letzten Meter zwischen Sensor und Steuerung. Er ist in IEC 61131-9 festgeschrieben und herstellerunabhängig. Eine eigene Feldbusverkabelung braucht er nicht: Das Gerät hängt über eine gewöhnliche ungeschirmte Dreileiterleitung an einem IO-Link-Master, und der Master gibt die Werte an den Feldbus der Anlage weiter — PROFINET, EtherNet/IP, EtherCAT oder Modbus.
Warum das in der Messtechnik einen Unterschied macht
Ein analoges Signal verliert auf dem Weg zur Steuerung Genauigkeit — durch Leitungslänge, Übergangswiderstände und Einstreuungen. IO-Link überträgt den Messwert digital: was der Sensor gemessen hat, kommt genau so an. Über dieselbe Leitung laufen zusätzlich Parameter und Diagnose. Ein Gerät lässt sich damit im Betrieb skalieren, tarieren und auslesen, und beim Gerätetausch schreibt der Master seine Einstellungen selbst wieder in das neue Gerät.
Zwei Wege zu IO-Link in der Wägetechnik
1. IO-Link Messverstärker — die vorhandene Wägezelle bleibt
Der Messverstärker sitzt zwischen DMS-Wägezelle und Master. Er speist die Brücke, wandelt das mV/V-Signal und gibt es als IO-Link weiter. Das ist der Weg, wenn eine Zelle bereits montiert ist oder eine bestimmte Bauform gebraucht wird — die Zelle darf von jedem Hersteller sein.
Im Gehäuse: der EMMA IO-Link DMS Messverstärker (EPG-IO) mit einem Eingang für eine DMS-Vollbrücke, 16 bit Auflösung und mindestens Schutzart IP65.
Als OEM-Platine zum Einbau in das eigene Gerät: einkanalig der EOMC (MCUT-E) und der runde EOMD (MCUT-R), zweikanalig der EOME (MEUT-E) und der EOMF (MEUTS-SIL) mit Performance Level c.
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2. IO-Link im Sensor — die Elektronik steckt in der Zelle
Hier gibt es kein zweites Gerät: Wandler und IO-Link-Schnittstelle sitzen in der Wägezelle selbst. Das bedeutet weniger Teile, kein Verstärkergehäuse im Schaltschrank und eine einzige Leitung ab der Zelle. Derzeit im Programm: die LBOA-IO Scherstab-Wägezelle mit IO-Link.
Welcher Weg passt?
Steht die Anlage schon und die Wägezelle ist verbaut, ist der Messverstärker die kürzere Strecke — er kommt zur bestehenden Zelle dazu. Wird neu gebaut und ist die Bauform frei wählbar, spart die Zelle mit eingebautem IO-Link ein Gerät und eine Verbindungsstelle. Bei einer OEM-Anwendung, in der die Elektronik in das eigene Gehäuse wandert, sind die OEM-Platinen der richtige Ausgangspunkt.
Nicht sicher, was zu Ihrer Anwendung passt?
Beschreiben Sie uns die Messaufgabe — Last, Bauraum, Umgebung und die Steuerung, an die es gehen soll. Wir sagen Ihnen, welche Kombination trägt, und wenn keines der Standardgeräte passt, ob sich eine Sonderlösung rechnet. Preis, Datenblatt und Lieferzeit stehen bei jedem Artikel online.