Einkanalige Wägetransmitter für Wägezellen
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Einkanalige Wägetransmitter für Wägezellen haben einen Wägezelleneingang und werten eine Wägestelle aus. Mehrere Zellen unter einem Behälter oder einer Plattform werden dazu in einer Summierbox zusammengefasst und als ein Signal übergeben. Das ist die günstigste und in den meisten Anlagen ausreichende Lösung.
Wann genügt ein einkanaliger Wägetransmitter für Wägezellen
Ein Kanal reicht immer dann, wenn Sie einen Gewichtswert brauchen und nicht wissen müssen, woher er kommt. Das trifft auf die große Mehrheit der Anwendungen zu: Behälter- und Silowaagen mit fester Lastverteilung, Plattform- und Bodenwaagen, Rollenbahnen, Nachrüstungen an bestehenden Waagen mit vorhandenem Klemmkasten.
Erst wenn Sie jede Zelle einzeln beobachten oder die Ecklast elektronisch abgleichen wollen, lohnt der Griff zu einem mehrkanaligen Gerät. Welche Schnittstelle und Abtastrate Sie brauchen, ist davon unabhängig; dazu steht mehr in der Übersicht der Wägetransmitter.
Mehrere Wägezellen an einem Eingang
Drei oder vier Zellen unter einem Behälter werden in einer Summierbox parallel geschaltet. Die Box fasst die Brücken zusammen und liefert ein Summensignal, das dem Gesamtgewicht entspricht. Zwei Punkte sind dabei zu beachten.
Erstens der Brückenwiderstand. Parallel geschaltete Zellen belasten die Speisespannung des Transmitters stärker, weil sich der Gesamtwiderstand teilt. Jeder Transmitter gibt einen minimal zulässigen Wert an; prüfen Sie im Datenblatt, wie viele Zellen Ihrer Serie er versorgen kann, bevor Sie planen. Bei mehr Zellen als zulässig brauchen Sie eine Box mit eigener Speisung oder ein zweites Gerät.
Zweitens der Ecklastabgleich. Weil alle Zellen gemeinsam ausgewertet werden, kann der Transmitter Unterschiede zwischen ihnen nicht ausgleichen. Bei Plattformwaagen, auf denen die Last an wechselnden Stellen aufliegt, erfolgt der Abgleich deshalb in der Summierbox über Trimmpotentiometer. Bei Behältern mit gleichmäßiger Lastverteilung ist das in der Regel nicht nötig.
Passende Summierboxen und Klemmkästen finden Sie im Zubehör für Wägezellen.
4-Leiter oder 6-Leiter anschließen
Bei kurzen Kabeln genügt der 4-Leiter-Anschluss. Wird das Kabel länger oder liegt es in einem Bereich mit schwankender Temperatur, verfälscht der Widerstand der Speiseleitungen das Ergebnis, und zwar temperaturabhängig, was im Betrieb als langsame Drift auffällt. Der 6-Leiter-Anschluss mit zusätzlichen Fühlerleitungen misst die Speisespannung direkt an der Zelle und rechnet diesen Fehler heraus. Wenn Ihr Transmitter und Ihre Zelle es unterstützen, nutzen Sie ihn; Verlängerungen sollten grundsätzlich in 6-Leiter-Technik ausgeführt werden.
Führen Sie das Wägezellenkabel getrennt von Leistungsleitungen und legen Sie den Schirm einseitig auf. Frequenzumrichter und Schützschaltungen in derselben Kabelrinne sind eine der häufigeren Ursachen für unruhige Anzeigen.
Was Sie zusätzlich brauchen
Die passenden Sensoren finden Sie bei den Wägezellen und Kraftaufnehmern, den Einbausatz für Behälter bei den Wägemodulen. Soll ein Bediener den Wert ablesen, ist ein Wägeindikator die bessere Wahl als ein Transmitter im Schaltschrank.
Preis, Datenblatt und CAD-Modell stehen bei jedem Artikel online. Bei der Auslegung von Summierbox, Zellenanzahl und Verkabelung beraten unsere Ingenieure Sie direkt.




