Temperaturtransmitter und Temperatursensoren
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Bei unseren Temperaturtransmittern und Temperatursensoren sitzt die Elektronik bereits im Sensor. Sie erhalten ein Gerät, das misst, anzeigt, linearisiert und ein normiertes Signal liefert, statt Fühler und Kopftransmitter einzeln zusammenzustellen. Verfügbar als Einschraubsensor, als magnetischer Oberflächensensor und als berührungslose Infrarotausführung, mit HART, Funk sowie in ATEX- und IECEx-Varianten.
Temperatursensor und Temperaturtransmitter in einem Gerät
Klassisch besteht eine industrielle Temperaturmessung aus zwei Teilen: dem Fühler und einem Messumformer, der im Anschlusskopf oder auf der Hutschiene sitzt. Das funktioniert, bringt aber drei Nachteile mit sich. Sie brauchen zwei Artikel, die zueinander passen müssen, eine Verbindung zwischen beiden, und bei Thermoelementen wandert die Vergleichsstelle in den Anschlusskopf, wo sie der Umgebungstemperatur ausgesetzt ist.
Bei integrierter Bauweise entfällt das. Der Sensor liefert bereits ein normiertes, linearisiertes Signal, es gibt eine Artikelnummer, eine Montage und keine Schnittstelle, an der sich ein Fehler einschleichen kann. Für Anlagenbauer bedeutet das weniger Engineering, für die Instandhaltung einen einfacheren Tausch.
Drei Messprinzipien
Widerstandsthermometer (Pt100, Pt1000) sind der Standard in der industriellen Temperaturmessung. Sie nutzen die Temperaturabhängigkeit des elektrischen Widerstands von Platin, sind sehr genau, langzeitstabil und in Zwei-, Drei- oder Vierleitertechnik erhältlich. Die richtige Wahl für die meisten Anwendungen in Heizung, Lüftung, Klima, Maschinen- und Anlagenbau.
Thermoelemente beruhen auf dem Seebeck-Effekt: Zwei unterschiedliche Metalle erzeugen an ihrer Verbindungsstelle eine temperaturabhängige Spannung. Sie sind robust, einfach aufgebaut und decken einen deutlich größeren Bereich ab. Typ K aus NiCr-Ni misst je nach Ausführung von -200 °C bis etwa 1300 °C. Wo es sehr heiß wird oder es auf schnelle Ansprechzeit ankommt, ist das Thermoelement die passende Wahl.
Infrarotsensoren messen berührungslos über die abgestrahlte Wärmestrahlung, bis 1000 °C. Sinnvoll bei bewegten Teilen, aggressiven Medien, sehr schnellen Vorgängen oder überall dort, wo kein Fühler in den Prozess eingebracht werden kann. In Einschraubausführung sitzt der Sensor dauerhaft, druckdicht und vibrationsfest im Prozess.
Bauformen
Einschraubsensoren werden über ein Prozessgewinde direkt in Rohrleitung, Behälter oder Apparat eingebracht. Der genaueste Weg, weil der Fühler im Medium sitzt, aber er verlangt einen Eingriff in den Prozess.
Magnetische Oberflächensensoren werden von außen auf Rohre, Behälter oder Maschinenteile aufgesetzt. Das ist die interessante Option für Nachrüstungen: Sie bekommen eine Messstelle, ohne das System zu öffnen, ohne Abstellung und ohne Dichtheitsrisiko. Für Lagerüberwachung, Rohrleitungen im Bestand und temporäre Messungen ist das oft der einzige praktikable Weg.
Modulare kompakte Sensoren eignen sich für beengte Einbausituationen und für die Serienausstattung in Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik.
Ausstattung, die den Unterschied macht
Anzeige direkt am Sensor. Der Wert ist vor Ort ablesbar, ohne Leitstand und ohne Messgerät. Bei Inbetriebnahme und Fehlersuche erspart das den Weg.
Konfigurierbare Grenzwertkontakte. Der Sensor schaltet selbst, wenn eine Schwelle über- oder unterschritten wird. Damit lässt sich eine Übertemperaturmeldung aufbauen, ohne dass die Steuerung Logik dafür braucht. Wird ausschließlich geschaltet und kein Messwert benötigt, ist ein reiner Temperaturschalter die günstigere Lösung, der direkt an einen digitalen Eingang der SPS geht.
HART-Konfiguration. Messbereich, Dämpfung und Grenzwerte lassen sich über das HART-Protokoll auf der bestehenden 4…20-mA-Leitung einstellen, ohne zusätzliche Verkabelung und im laufenden Betrieb.
Funkausführungen mit Fernkonfiguration und Auswertesoftware messen dort, wo keine Leitung hinführt oder eine Verkabelung unverhältnismäßig wäre. Mehr dazu in der Funk-Messtechnik.
ATEX- und IECEx-Varianten für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen, etwa in der Chemie und Petrochemie. Details zum Explosionsschutz.
Wie Sie den passenden Sensor auswählen
- Messobjekt: Flüssigkeit, Gas oder Oberfläche. Das entscheidet über Bauform und darüber, ob überhaupt in den Prozess eingegriffen wird.
- Messbereich: Jeder Sensor ist für einen bestimmten Bereich ausgelegt. Außerhalb davon misst er nicht nur ungenau, sondern wird beschädigt. Pt100 deckt den mittleren Bereich ab, Thermoelemente die hohen Temperaturen.
- Genauigkeit und Ansprechzeit: Beides steht in Konkurrenz zur Robustheit. Ein dünner Fühler reagiert schnell, ein dickes Schutzrohr hält länger. Klären Sie, was Ihr Prozess wirklich braucht.
- Einbaubedingungen: Druck, Vibration, Medium, Reinigung, Schutzart. Ein Sensor für die Klimatechnik hält im Chemieprozess nicht.
- Kommunikation: Analog mit 4…20 mA, mit HART, per Funk oder als Schaltkontakt, passend zu Ihrem Leitsystem.
Nennen Sie uns Medium, Temperaturbereich, Einbausituation und gewünschtes Signal, dann schlagen unsere Ingenieure den passenden Sensor vor.
Abgrenzung
Haben Sie bereits Fühler verbaut und brauchen nur die Auswerteelektronik, sehen Sie sich die OEM-Platinen für Temperaturtransmitter an. Geht es um die Integration in ein eigenes Gerät in Serie, ist die Übersicht der OEM-Platinen der richtige Einstieg.













